Der DRK Ortsverein Kronshagen engagiert sich seit Jahrzehnten in der Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge und Asylsuchende.

Im Zuge der Erweiterung des DRK Stützpunktes im Bahnhofsweg wurden 1991 Räumlichkeiten geschaffen, um die seinerzeitigen Aussiedler und auch Asylsuchende angemessen unterbringen zu können. Diese Menschen wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft mit Bekleidung und anderen notwendigen Gegenständen, insbesondere Haushaltsgegenständen und Bettzeug, versorgt. Sie hatten darüber hinaus Gelegenheit, auf „kurzem“ Weg jede Woche die im Untergeschoss befindliche Kleiderkammer aufzusuchen und notwendige Textilien zu erhalten. Außerdem erhielten diese Menschen von den Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer und Mitgliedern des Roten Kreuzes auch in anderen Bereichen Hilfe und Unterstützung, soweit diese geleistet werden konnte. 

Nachdem in 2015 immer mehr Menschen aus Gebieten, in denen sie nicht mehr sicher leben konnten, nach Deutschland kamen, ist die Arbeit in der Kleiderkammer extrem stark angestiegen. Die Mitarbeiterinnen in der Kleiderkammer haben ihr Arbeitspensum massiv erhöhen müssen. Dank der großzügigen Spendenbereitschaft der Einwohner Kronshagens sind riesige Mengen gespendeter Kleidung, Haushaltsgegenstände und Kleinmöbel anzunehmen, zu überprüfen und zu sortieren gewesen. Sämtliche Lagerkapazitäten im Stützpunkt sind mittlerweile bis auf den letzten Winkel ausgeschöpft. Die Gemeinde Kronshagen hat in einem ehemaligen Geschäftslokal Lagerflächen zur Verfügung gestellt. Die Kleiderkammer hält nicht nur Kleidung in verschiedenen Größen für die Neuankömmlinge bereit, sondern stellt für die neu geschaffenen Wohnungen und Räumlichkeiten auch das notwendige Bettzeug sowie Handtücher und Ähnliches zusammen. Für die neuen Unterkünfte wird weiterhin eine Grundausstattung an Haushaltsgegenständen wie Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen bereitgestellt. Zudem kauft der Ortsverein die notwendigen Gerätschaften für die Reinigung und die dazu gehörigen Reinigungsmittel ein. So erhalten die Neuankömmlinge bei ihrer Ankunft die dringend benötigten Gegenstände, um ihre neue Unterkunft bewohnen und nutzen zu können.

Auch die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Kronshagen ist nach wie vor in die Flüchtlingsarbeit eingebunden. Die großen Erstaufnahmeeinrichtungen sind ohne ehrenamtliche Helfer nicht zu betreiben. Zunächst wurden wir in der Erstaufnahmeeinrichtung in Seeth (Nordfriesland) eingesetzt. Als dann aufgrund weiterer ansteigender Flüchtlingszahlen auch in Rendsburg eine Erstaufnahmeeinrichtung in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft wurde, waren unsere Helfer schon bei der Einrichtung und dann in dem laufenden Betrieb dort eingesetzt worden. Pro Tag wurden mindestens acht Arbeitsstunden geleistet, meistens reichte diese Zeit für die anfallenden Arbeiten nicht aus. Dies war insbesondere dann der Fall, wenn in den Nachmittagstunden Busse mit weiteren Hilfesuchenden eintrafen. Diese mussten dann als neue Bewohner registriert werden, sie wurden dann mit dem Notwendigsten versorgt und ihnen wurden ihre Unterkünfte gezeigt und die Örtlichkeiten wurden erklärt. Oft ergab sich ein 10-12 Stunden-Tag.

Da diese Einrichtung wegen der Kürze der Zeit an einem ungünstigen Ort mit schlechten Bodenverhältnissen aufgebaut werden musste, wurde sie Ende Oktober 2015 geschlossen, nachdem die dort lebenden Menschen auf die einzelnen Kommunen verteilt worden waren.

 

Mittlerweile ist in Rendsburg auf einem ehemaligen Kasernengelände eine neue, qualifizierte Erstaufnahmeeinrichtung (qEAE) entstanden. Sie soll insbesondere Menschen aufnehmen, deren Zukunftsperspektiven derzeit unsicher sind. Es können dafür auch ehemalige Kasernengebäude genutzt werden, so dass sich für die Bewohner deutlich bessere Bedingungen als im vergangenen Jahr ergeben. In dieser Einrichtung sind wiederum Helfer unseres Ortsvereins aktiv tätig.

Obwohl sich mittlerweile viele ehrenamtliche Helfer aus der Bevölkerung gemeldet haben und tatkräftig bei der Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge mitarbeiten, kann auch zukünftig auf die Hilfe der ehrenamtlichen Mitglieder der Bereitschaft nicht verzichtet werden.

Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger und vor allem der ausgebildeten ehrenamtlichen Helfer hätten die nach Deutschland gekommenen Menschen auch nicht annähernd angemessen versorgt und betreut werden können.

 

Fotos: A. Zelck / DRK, S. Trappe / DRK, Foto: P. Citoler / DRK

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